16: Dreamland Grusel – Zeit der Angst

Kaum hat die Hörspielkammer des Schreckens sich erfolgreich gegen Thomas Birkers Versuch der Sperrung aller Dreamland-Hörspielkammern verteidigen können, da rammelt uns auch schon die nächste Dreamland-Missetat in den Spam-Ordner unseres Gehörgangs.
“Das erste Echtzeit-Hörspiel seiner Art”, so posaunte das Nidderauer Supertalent vor einigen Monaten herum. Und man ahnte schon, dass es da einen Haken geben würde, denn aus der Schmiede kommen ja nicht einmal normale Hörspiele, die man am Kopp haben kann, wie sollte es also funktionieren, eine Produktion zu stemmen, die eine Extra-Portion Geschick erfordert?
Nun, die Lösung ist simpel – und wir hätten drauf kommen können: El Birko hat sich einfach auf das scheißegalste Element einer Echtzeitsache konzentriert, nämlich auf das Einhalten irgendwelcher Timecodes. Nix mit spannender Paralellhandlung, nix mit geschickt getakteten Spielszenen. Da labert einfach nur ab und zu einer die aktuelle Zeit, die man noch zum Erreichen des vorgegebenen Ziels hat und dann plätschert das Hörspiel weiter vor sich hin. Allerdings immer wieder mit Momenten, in denen die Szene viele Sekunden lang nur aus Schrittgeräuschen besteht. In diesen Momenten hat man dann wohl einfach die Zeit verplempert, die man überbrücken musste, damit der nächste Timecode wieder zum Spielgeschehen passt! Wow!
Und dann ist da noch die Sache mit den Anleihen an “Eine Leiche zum Dessert”. Wie auch bei “Dreamland Grusel – Der Fluch von Morosko” (Hörspielkammer des Schreckens 20) versteht es Evelyn R. Boyd sagenhaft, Meisterwerke des Films selber nochmal erzählen zu wollen, dabei aber so gut wie alle GEILEN Inhalte dieser Werke wegzulassen. Schlechter sind nur Produktfälschungen aus China. Aber DIE sind wenigstens deutlich billiger als die Originale. Dreamlands “Zeit des Arschs” hingegen kostet genauso viel wie die DVD von “Eine Leiche zum Dessert”.

Hier findest du die Hörspielkammer als Video:
https://youtu.be/br4azlfRkDI

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